Ortsfeste Podeste und Überstiege
Beratung – Projektierung – Montage – Wartung

Podeste und Überstiege
Wir sind ein zertifiziertes Sachverständigenbüro mit dem Schwerpunkt Steigschutz sowie Flachdach- und Absturzsicherungen.
Ihr Spezialist für alle Arten von Steigschutz und Absturzsicherungen.
Wir passen alle Arten von Steigschutz- sowie Absturzsicherungssystemen speziell an Ihre Anforderungen und Wünsche an!
Material:
Aluminium pulverbeschichtet
Stahl verzinkt
Edelstahl
Ortsfeste Podeste und Überstiege sind fest installierte Bauteile, die dem sicheren Begehen, Arbeiten oder Überqueren von Höhenunterschieden dienen – vor allem in Industrie, Technik und Bauwesen.

Ortsfeste Podeste
Definition: Dauerhaft montierte, begehbare Arbeits- oder Standflächen.
Zweck: Sicheres Arbeiten, Warten oder Bedienen von Anlagen.
Einsatzorte: Maschinen, Anlagen, Fassaden, Hallen, Silos, Dächer.
Typische Merkmale:
- rutschhemmender Belag
- Geländer mit Hand-, Knie- und Fußleiste
- definierte Mindestbreite und Tragfähigkeit
Überstiege
Definition: Feste Übergänge zum Überqueren von Hindernissen (z. B. Rohrleitungen, Förderbänder, Gräben).
Zweck: Sicheres Überschreiten ohne Stolper- oder Absturzgefahr.
Typische Ausführungen:
- Stufen- oder Leiterüberstiege
- mit Podest(en) und beidseitigem Geländer
Einsatzorte: Produktionshallen, Chemie- und Industrieanlagen, Baustellen.
Sicherheit & Regelwerk (allgemein)
Müssen statisch sicher, rutschfest und dauerhaft befestigt sein.
Anforderungen ergeben sich u. a. aus Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften sowie einschlägigen DIN/EN-Normen (je nach Einsatzbereich).
Ortsfeste Podeste und Überstiege sind wichtige Sicherheitsstrukturen in der Bau- und Industriebranche, die den sicheren Zugang zu höher gelegenen Bereichen und den Überstieg über Hindernisse ermöglichen.
Sie sind insbesondere dann erforderlich, wenn Leitern oder Treppen allein nicht ausreichend sind, um eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten.
Wichtige DIN-Normen und Vorschriften für ortsfeste Podeste und Überstiege
1. DIN EN 14122 – Sicherheit von Maschinen – Zugang zu Maschinen und Einrichtungen
Diese Norm behandelt allgemeine Anforderungen an den Zugang zu Maschinen und anderen Arbeitsbereichen in industriellen und gewerblichen Umfeldern.
Sie gilt auch für ortsfeste Podeste und Überstiege, die den Zugang zu Maschinen, Hochregallagern oder schwer zugänglichen Bereichen ermöglichen.
- Zugangssysteme: Sie müssen so konstruiert sein, dass sie den sicheren Zugang und den Überstieg ermöglichen. Bei der Gestaltung sind Rutschfestigkeit, stabile Konstruktion und Benutzerfreundlichkeit entscheidend.
- Sicherheitsvorrichtungen: Podeste und Überstiege müssen mit geeigneten Sicherheitsvorkehrungen wie Geländern und Absturzsicherungen ausgestattet sein, um den Schutz der Personen zu gewährleisten.
- Minimierung der Gefährdung: Es müssen Gefährdungsbeurteilungen durchgeführt werden, um mögliche Unfallquellen zu identifizieren und zu minimieren.
2. DIN 18799 – Sicherheitsleitern und Steigeisen für den industriellen Gebrauch
Diese Norm behandelt Sicherheitsleitern und Podeste, die für den Aufstieg oder Abstieg in gefährlichen Umgebungen verwendet werden, z. B. in Hochregalen, Turmbauten oder Bauwerken.
- Podeste und Überstiege müssen eine tragfähige Konstruktion aufweisen, die den jeweiligen Anforderungen des Arbeitsbereichs gerecht wird.
- Podeste: Diese müssen bei der Nutzung ausreichend breit sein, sodass der Benutzer sicher darauf stehen kann, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Zusätzlich muss ein Geländer vorhanden sein, um Abstürze zu verhindern.
- Überstiege: Diese müssen so gestaltet sein, dass sie den Überstieg von einem Bereich in den anderen ermöglichen, ohne dass die Nutzer sich gefährden. Trittfestigkeit und Stabilität sind daher von entscheidender Bedeutung.
3. ASR A1.7 – Arbeitsstättenrichtlinie (ASR 1.7)
Die Arbeitsstättenrichtlinie (ASR A1.7) regelt den Zugang zu erhöhten Arbeitsplätzen und die Anforderungen an Arbeits- und Verkehrswege, einschließlich Podesten und Überstiegen.
- Gefährdungsbeurteilung: Die Gefährdungsbeurteilung ist für den sicheren Einsatz von Podesten und Überstiegen erforderlich. Wenn der Zugang zu bestimmten Arbeitsplätzen oder Maschinen gefährlich ist, muss ein zusätzliches Sicherheitskonzept entwickelt werden.
- Sicherheitsabstände und Geländer: Die ASR A1.7 fordert, dass Podeste und Überstiege mit stabilen Geländern oder Absturzsicherungen ausgestattet sind, wenn die Höhe eine Absturzgefahr darstellt.
- Breite der Podeste: Podeste müssen mindestens eine Breite von 600 mm aufweisen, um genügend Raum für eine sichere Nutzung zu bieten.
4. DIN 18008 – Sicherheitsvorkehrungen für Gebäude
Diese Norm bezieht sich auf die Sicherheitsvorkehrungen von Baustrukturen, einschließlich Podesten und Überstiegen, und stellt sicher, dass diese für den sicheren Zugang zu erhöhten Arbeitsbereichen geeignet sind.
- Podeste für Gebäude: In Hochhäusern oder bei Arbeiten an Dächern müssen Podeste eine fest verankerte Struktur haben und ausreichend Platz bieten, um den Zugang sicher zu gestalten. Dies gilt besonders für Bauwerke mit einem hohen Risiko von Abstürzen.
- Überstiege für Hochbau: Überstiege werden in der Regel in Gebäuden oder anderen Konstruktionen eingesetzt, um zwischen verschiedenen Ebenen oder Bereichen zu verbinden. Hier müssen die Überstiege sicher und rutschfest sein.
5. Bauvorschriften (BauO) und Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
In Deutschland regeln die Bauordnung (BauO) und die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) wichtige Aspekte des sicheren Zugangs und der Nutzung von Podesten und Überstiegen:
- Statische Sicherheit: Podeste und Überstiege müssen die erforderliche Stabilität und Tragfähigkeit aufweisen, die in der Betriebssicherheitsverordnung definiert sind.
- Eignung: Die Gestaltung muss so erfolgen, dass die Sicherheitsanforderungen im Hinblick auf die Nutzung und die Höhenanforderungen eingehalten werden.
6. Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR)
Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (z.B. ASR A1.7) beschreiben, wie Arbeitsstätten sicher gestaltet werden müssen, einschließlich des Zugangs zu erhöhten Bereichen und der Installation von Podesten und Überstiegen.
- Höhenanforderungen: Für Podeste und Überstiege in höheren Bereichen müssen die Abstände zwischen den Tritten oder Stufen auf eine sichere Nutzung abgestimmt sein.
- Bauanforderungen: Die Breite und Tiefe von Podesten und Überstiegen muss den Anforderungen für sicheren Betrieb und Zugang entsprechen.
Wichtige Sicherheitsanforderungen für Podeste und Überstiege:
- Geländer und Absturzsicherung: Podeste müssen mit stabilen Geländern (mindestens 1 Meter hoch) ausgestattet sein, um das Risiko eines Absturzes zu minimieren. Überstiege müssen ebenfalls Geländer oder andere Sicherheitsvorrichtungen aufweisen.
- Rutschfestigkeit: Die Oberfläche der Podeste und Überstiege muss rutschfest sein, um bei verschiedenen Witterungsbedingungen (z. B. Regen oder Schnee) sicheren Halt zu gewährleisten.
- Tragfähigkeit: Podeste und Überstiege müssen so dimensioniert sein, dass sie das Gewicht der Personen oder Maschinen, die sie nutzen, sicher tragen können. Dies kann je nach Einsatzbereich variieren.
- Breite und Platzierung: Die Breite der Podeste und Überstiege muss ausreichend sein, um einen sicheren Arbeitsablauf zu ermöglichen, ohne dass eine Überlastung entsteht. Podeste sollten eine Mindestbreite von 600 mm haben, während Überstiege je nach Höhe und Funktion eine größere Breite benötigen können.
- Wartung und Kontrolle: Es ist notwendig, dass Podeste und Überstiege regelmäßig auf ihre Stabilität und Sicherheit überprüft werden, um Risiken aufgrund von Abnutzung oder Beschädigungen zu vermeiden.
Fazit:
Ortsfeste Podeste und Überstiege sind zentrale Sicherheitsmaßnahmen in der Industrie, im Hochbau und auf Baustellen. Sie müssen den DIN-Normen und Sicherheitsvorschriften entsprechen, um Unfälle zu vermeiden. Die wichtigsten Normen wie DIN EN 14122, ASR A1.7 und DIN 18008 stellen sicher, dass diese Strukturen den notwendigen Sicherheitsstandards gerecht werden.
